Interprofessionelles Trachealkanülenmanagement (I-TKM)

Termin
18. bis 20. November 2021
Zeiten
DO 09:00 bis 16:00 Uhr
FR 09:00 bis 16:00 Uhr
SA 09:00 bis 16:00 Uhr
(genaue Seminarzeiten werden noch bekannt gegeben)
Ort
Haus der Barmherzigkeit, Seeböckgasse 30a, Wien
Unterrichtseinheiten
24 Unterrichtseinheiten
Fortbildungspunkte
24 Fortbildungspunkte
Seminarorganisation
Kompetenzzentrum BiWiFo
Zielgruppe
Logopäd_innen
Kosten
480,-- Euro für Mitglieder eines dem MTD-Dachverband angehörigen Berufsverbandes
680,-- Euro für Nicht-Mitglieder
Teilnehmerzahl
max. 18 Personen
Anmeldeschluss
Voraussetzungen
keine

Preiser Daniel, MSc

Sollereder Simon, MSc

Inhalt

Logopädinnen und Logopäden sind in der neurologisch-neurochirgurgischen Rehabilitation
in allen Phasen mit PatientInnen mit Trachealkanülen konfrontiert. Die Zahlen der zu
betreuenden PatientInnen steigt dabei multifaktoriell (1), (2). Es entstehen dabei
besondere Anforderungen und Ansprüche an die logopädische Expertise im täglichen
Kontakt mit den PatientInnen, als auch im gesamten therapeutischen Prozess, die
erweiterte Fähigkeiten in einem interprofessionell gelebtem Trachealkanülen-Team
benötigen (3).


Die Fortbildung verfolgt das Ziel, evidenz-basiert Auswirkungen einer Trachealkanüle auf
Physiologie und Pathophysiologie des posturalen Haltungshintergrundes, der Atmung, der
Atem-Schluck-Koordination und des Schluckvorganges zu vermitteln. Ein Schwerpunkt
liegt hier auf der Anwendung von therapeutischen Techniken. Dabei soll der Prozess einer
möglichen Entwöhnung (Wahl der korrekten Trachealkanüle, therapeutische
Entscheidungsfindung, Komplikationsmanagament) beschrieben und diagnostische sowie
therapeutische Werkzeuge (Positionierung, Kanülenwahl, Entblockung, Einsatz von
Sprechventile und Buttons, atemtherapeutische Maßnahmen inkl. Sekretmanagement)
erlernt und erprobt werden. Der Kurs widmet sich dabei dem Kompetenzerwerb den
Entwöhnungssprozess einzuschätzen und auch bei komplexen PatientInnen aktiv
mitzugestalten, da ein interprofessionell gelebtes Trachealkanülenmanagement eine effektive und effiziente Vorgehensweise mit erhöhten patientInnenspezifische Outcomes
zeigt (2,4,5).


Die Fortbildung ist für EinsteigerInnen als auch ExpertInnen geeignet.
Trachealkanülenmanagement bei beatmeten PatientInnen ist nicht Teil der Fortbildung.
Grundkenntnisse der Anatomie der Atmung und des Schluckvorganges werden
vorausgesetzt.

Die Fortbildung inkludiert (Video)-PatientInnendemonstration(en) und Arbeit an Absaug-
Modellen

Ziele des Kurses


Die TeilnehmerInnen können nach Absolvierung des Kurses:
- unterschiedliche Trachealkanülenmodelle erkennen und Konsequenzen für das
Management ableiten.
- Aspekte des Handling, der Positionierung und des Haltungsaufbaus bei liegender
Trachealkanüle ableiten.
- Maßnahmen wie therapeutisches Absaugen, Entblocken und Umleiten der Atmung
anwenden.
- Maßnahmen der Atemarbeit und des Sekretmanagements bei PatientInnen mit
Trachealkanüle exemplarisch anwenden.
- Interdisziplinäres Maßnahmen im Trachealkanülen-Team für eine effiziente
Tracheostomaversorgung benennen.

Start date intern