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Aktuelles

  • 07 Dezember 2018

    SAVE THE DATE - Primärversorgung neu

    07.12.2018 Liebe Kolleginnen und Kollegen, hier finden Sie die Einladung zur Tagung von AM Plus im Jänner 2019: Primärversorgung neu - Stimmen die Umsetzungen? Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
  • 05 Dezember 2018

    Posterpräsentation im Rahmen des 8. Tages der Gesundheitsberufe 2019

    05.12.2018 Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir erlauben uns auf die Posterpräsentation des 8. Tages der Gesundheitsberufe am 11. April 2019 zum Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen: Konkurrenz...
  • 12 November 2018

    Kongress-Anmeldung eröffnet

    12.11.2018 Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Anmeldung zum Kongress in Wien 2019 Im Gespräch - In aller Munde ist eröffnet! Ab sofort können Sie sich hier anmelden! Bitte verwenden Sie Ihre Se...
  • 16 Oktober 2018

    7. Kompetenz-Portrait der MTDs

    16.10.2018 MTD sind KOM-PE-TENT! Die Kompetenzen der Berufsangehörigen der sieben gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) sind immer mehr gefragt.Was macht uns für die Ausübung unseres Beruf...
  • 02 Oktober 2018

    6. Kompetenz-Portrait der MTDs

    02.10.2018 MTD sind KOM-PE-TENT! Die Kompetenzen der Berufsangehörigen der sieben gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) sind immer mehr gefragt.Was macht uns für die Ausübung unseres Beruf...

logoTHEMA 2/2014

 

Gesang in der Sprachtherapie: Theorie und Praxis

Interview mit Benjamin Stahl (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Gehirn- und Sprachforschung der Freien Universität Berlin,DE)

Einleitung

Der Einsatz musikalischer Mittel in der Sprach- und Sprechtherapie ist vielseitig: Ob wir melodische Anteile gezielt in der Therapie von Aphasien einsetzen oder bei schweren Sprechapraxien und Dysarthrien rhythmische Taktgeber zur Hilfe nehmen – die oft verblüffenden Erfolge bei Patienten mit gleichzeitig schwerer Beeinträchtigung scheinen die Anwendung zu rechtfertigen. Die Gemeinsamkeiten zwischen Sprache und Musik sind nicht erst seit kurzem relevanter Gegenstand der Forschung. Zuletzt konnten vermehrt Ergebnisse vorgelegt werden, die sich den Verhaltensgrundlagen von Sprache und Musik widmen. Zugleich wird durch die Methoden der Gehirnforschung zunehmend klarer, welche neuronalen Netzwerke an Sprache und Musik beteiligt sind und wie diese zeitlich zusammenwirken. Letztlich geht es bei der Debatte um Aphasie und Gesang nicht nur um die Wechselwirkung zwischen linker und rechter Hirnhälfte, sondern auch um die jeweiligen Einflüsse subkortikaler Kerngebiete. Einen weiteren Blick unternimmt die Forschung inzwischen, indem sie den rhythmisch-prosodischen Aufbau unterschiedlicher Sprachen berücksichtigt. Neuere Arbeiten konnten auch Ergebnisse zum langfristigen Einsatz von Melodie und Rhythmus in der Sprachtherapie liefern, um so klassischen Behandlungsformen gegenüber gestellt zu werden. Im nachfolgenden Interview gibt Dr. Benjamin Stahl einen Einblick in die seine Arbeit, skizziert den Zusammenhang zwischen Musik und Sprache und seine Konsequenzen für die logopädische Arbeit.

 

Stimmtraining für LehramtsstudentInnen

Doris Muhr (FH Wiener Neustadt, AT), Carina Kellner (Wien, AT)

Abstract

Der vorliegende Artikel beschreibt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das von 2010 bis 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur an vier Pädagogischen Hochschulen Österreichs durchgeführt wurde. Ausgehend von der Bedeutung der stimmlichen Kompetenz für LehrerInnen und auf der Suche nach Umsetzungsstrategien stimmhygienischer Maßnahmen im Lehramtsstudium, sollten die stimmliche Konstitution von LehramtsstudentInnen sowie Wirksamkeit und Umsetzbarkeit eines Stimmtrainings für angehende LehrerInnen erforscht werden. Die Ergebnisse bestätigen jene aus anderen Studien und zeigen, dass bereits StudentInnen Risikofaktoren für etwaige funktionelle Stimmstörungen aufweisen. Das Stimmtraining, das im Rahmen des Forschungsprojekts mit LehramtsstudentInnen durchgeführt wurde, zeigt messbare Verbesserungen bei den ProbandInnen der Versuchsgruppe in den Parametern Tonhöhenumfang, Stimmdynamik und Stimmfläche im Vergleich zur Kontrollgruppe. Von den StudentInnen selbst werden Veränderungen im Bereich der Eigenwahrnehmung und der stimmlichen Leistungskapazitäten angegeben. Aus medizinischer, logopädischer und pädagogischer Sicht sollten, neben stimmlicher Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Studium, Stimmseminare für alle LehramtsanwärterInnen verpflichtender Bestandteil des Curriculums sein.

Schlüsselwörter: Stimmtraining, LehramtsstudentInnen, Dysphonie

 

Prosodie – die Musik der Sprache

Daniela Sammler (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig, DE)

Abstract

Sprache ist mehr als die Bedeutung zusammengesetzter Wortketten. Zwischen den Zeilen verrät die Prosodie – der musikalische Anteil der Sprache – oft mehr über die eigentliche Kommunikationsabsicht des Sprechers/ der Sprecherin als der geäußerte Wortlaut selbst. Rhythmische und melodische Sprachaspekte finden in der neurolinguistischen Forschung jedoch erst seit vergleichsweise kurzer Zeit Beachtung und die Komplexität prosodischer Wahrnehmung und Produktion wird mehr und mehr deutlich. Im vorliegenden Beitrag wird Prosodie als Oberbegriff musikalischer Parameter und suprasegmentaler Bestandteil von Sprache vorgestellt und in ihren neuroanatomischen Grundlagen beleuchtet. Nach einer Erörterung der asymmetrischen Lateralisierung der Prosodie in der rechten Hemisphäre, liegt der Schwerpunkt des Beitrags auf den Verbindungsbahnen der weißen Substanz, die eine Kommunikation zwischen Prosodie- und Sprachnetzwerk, sowie zwischen den verschiedenen Verarbeitungsstationen des Prosodienetzwerkes selbst ermöglichen. Abschluss bildet ein empirisch prüfbares Modell der prosodischen Wahrnehmung.

Schlüsselwörter: Prosodie, Gehirn, Lateralisierung, Faserbündel, Corpus Callosum

 

ICF Konzept und Aphasie-Praxis – Ergebnisse einer Befragung von LogopädInnen in postakuten Rehaeinrichtungen in Österreich

Brunner Michaela ( FH Joanneum Graz, AT) ,Andrea Haid Schweiter Hochschule für Logopädie Rohrschach SHLR, CH) ,Angelika Rother (FH Joanneum Graz, AT), Jürgen Steiner ( Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich HFH, CH)

Abstract

Die International Classification of Functioning Disability and Health (ICF) legt ihren Fokus auf den Kontext einer Erkrankung bzw. Störung. Aus diesem Grund müssen Diagnostik, Ziele, Therapie und Evaluation auf die Partizipation eines/r PatientIn und hinsichtlich individueller Ressourcen des/der PatientIn ausgerichtet sein. In der vorliegenden Studie wurde die Umsetzung des ICF-Konzeptes in Neurorehabilitationseinrichtungen in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz untersucht. Folgend werden die Ergebnisse für den Ausschnitt Österreich präsentiert. Die erhobenen Daten spiegeln eine noch unzureichende Ausrichtung des Therapiealltages hinsichtlich Aktivität und Partizipation wider und geben mögliche Hemmnisse aber auch förderliche Faktoren preis. Ein Vergleich zwischen den drei Ländern zeigt auf, dass Österreich hinsichtlich der Implementierung des ICF-Konzeptes in den Einrichtungen das Schlusslicht darstellt.

Schlüsselworte: ICF, Neurorehabilitation, Intervention bei Aphasie

 

Bachelorarbeit: Einfluss des musikalischen Umfelds auf die phonologische Bewusstheit

Johanna Braun ( FH Joanneum Graz, AT)

Abstract

In bereits vorangegangenen Studien wurde die positive Beeinflussung der phonologischen Bewusstheit durch das Spielen eines Instrumentes aufgezeigt (Trainor & Corrigall 2010; Freitag 2012). Ziel der hier vorgestellten Studie war es einen Zusammenhang zwischen der phonologischen Bewusstheitsfähigkeit und dem musikalischen Umfeld von Kindern im Vorschulalter aufzuzeigen. Mittels des Tests für phonologische Bewusstheitsfähigkeit (TPB, Fricke & Schäfer 2008) wurden 27 Testpersonen auf deren Fähigkeiten der phonologischen Bewusstheit (PhB) im weiteren Sinn getestet. Im Anschluss daran wurden deren Erziehungsberechtigte mittels Fragebogen zu dem musikalischen Umfeld der ProbandInnen befragt. Durch die Ergebnisse konnte gezeigt werden, dass ein musikalisches Umfeld positive Einflüsse auf die Fähigkeiten der PhB von Vorschulkindern hat. Es wurde unter anderem bewiesen, dass Kinder die bereits ein Instrument erlernen, über bessere Fähigkeiten - Wörter in Silben zu zerlegen - verfügen, als Kinder ohne Instrumentalunterricht. Zukünftig sollten die Musik und die Förderung der musikalischen Fähigkeiten daher sowohl in der Logopädie als auch in der Pädagogik mehr an Bedeutung gewinnen.

Schlüsselwörter: phonologische Bewusstheit, musikalisches Umfeld, Sprache, Musik

 

Diplomarbeit: Sprache und Musik – Gemeinsamkeiten der kortikalen Verarbeitung und daraus entstehende Rückschlüsse auf die Sprachentwicklung

Paul Benjamin Pinkawa (Preyer’sches Kinderspital KAV, Wien AT)

Abstract

Die Überlegung, dass Musik die Sprache und ihre Entwicklung beeinflusst und dass dieser Sachverhalt im Rahmen der logopädischen Therapie genutzt werden kann, war der Ausgangspunkt für die Diplomarbeit, die im Folgenden zusammenfassend dargestellt ist. Musik und Sprache sind auditiv wahrgenommene Geschehen. Somit ist es naheliegend, dass diese auch von ähnlichen oder gleichen kortikalen Strukturen verarbeitet werden. Tatsächlich reagiert das Gehirn auf diverse Teilaspekte von Musik so, als wären sie Sprache. Kinder machen sich ihre Sensitivität gegenüber rhythmischen Elementen in der Sprache von Geburt an zu Nutze, bauen über diesen Weg ein Sprachregelwerk auf und eignen sich einen Wortschatz an. Die für die Sprachentwicklung wichtigste Fähigkeit von Kindern ist es, anhand sprachrhythmischer, prosodischer Merkmale den sie umgebenden Lautstrom zu segmentieren. Eine hier dargestellte Studie belegt, dass Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung schlechtere musikalische Leistungen zeigen.

Schlüsselwörter: Musik; Rhythmus; Sprache; Sprachentwicklung; neurologische Verarbeitungsprozesse; prosodische Sprachmerkmale; Segmentieren

 

logoTHEMA 1/2013

 

Bac-Arbeit Sandra Eisner

Bilingual Türkisch-Deutsch

Der Bevölkerungsanteil mit türkischen Wurzeln stellt die zweitgrößte bi- bzw. multilinguale Gruppe in Österreich dar (Gumpoldsberger 2011). Aus diesem Grund sehen sich Logopäden/innen zunehmend mit sukzessiv bilingual türkisch deutsch aufwachsenden Kindern konfrontiert. Die Kinder erwerben in den ersten Lebensjahren vorwiegend die Muttersprache der Eltern. Bei Eintritt in eine entsprechende Institution wie z.B. den Kindergarten erlernen die Kinder die Umgebungssprache. Unter normalen Bedingungen sollte der kindliche Zweitspracherwerb innerhalb von maximal 18 bis 24 Monaten nach Kontaktbeginn abgeschlossen sein. Treten dabei Probleme auf, so sind diese auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen… 

 

Petra Fürst

Schnell lesen - Schnell lernen

„Speedreading? Was ist das?“ fragte ich vor 9 Jahren meinen Freund Alex, der neben seinem Vollzeitberuf als Verkäufer, Philosophie in Mindestzeit und mit ausgezeichneten Noten studierte. Alex versuchte es mir zu erklären: „Schau, jedes Mal wenn ich mit dem Zug in die Arbeit fahre, nutze ich die Zeit um ein Buch zu lesen.“

Ein Buch in 30 Minuten? Im ersten Moment dachte ich es handelt sich um einen Scherz…

 

Walter Pirker, Klaus Novak

Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson Krankheit

Die Parkinson Krankheit ist durch einen schleichenden Verlust von dopamin-hältigen Nervenzellen in der Substantia nigra des Mittelhirns gekennzeichnet. Der dadurch bedingte Dopaminmangel äußert sich in den Symptomen der Parkinson Krankheit: Bewegungsarmut (Akinese), Steifigkeit (Rigor), Ruhezittern (Tremor). Der Mangel an Dopamin kann in den ersten Erkrankungsjahren durch L-Dopa und andere Dopamin-Ersatzstoffe sehr gut ausgeglichen werden. Nach einigen Jahren stellen sich durch ein Zusammenwirken der L-Dopa-Therapie und des fortschreitenden Nervenzellverlusts bei vielen Patienten jedoch „motorische Komplikationen“ ein…

 

Özlem Haybat

Screening Morphologie - Syntax

<<Unsere Muttersprache ist Deutsch in zwei Gestalten: Dialekt und Hochdeutsch, und zwar so selbstverständlich und von früher Kindheit an, wie das Fahrrad zwei Räder hat.>> (Peter von Matt)

Im logopädischen Alltag stellt sich bei jeder Sprachuntersuchung von Kindern aus deutschsprachigen Dialektregionen die Frage nach der grammatischen Kompetenz in der Dialektvarietät sowie im Standarddeutschen. 

Scremos stellt eine Lösung für dieses Problem im Alemannischen Sprachraum in Aussicht.

Basierend auf einzelnen, mit ansprechendem Bildmaterial gestützten Sequenzen, lassen sich die wichtigsten grammatischen Regeln des Deutschen im Spracherwerb unter Berücksichtigung dialektaler Eigenheiten einschätzen. Das informelle Screening kann auch auf andere Dialekte adaptiert werden…  

 

Elisabeth Rigal, Gerda Wernsberger

Neugierig auf Geragogik?

Geragogik ist die Wissenschaftsdisziplin der Anwendung der Ergebnisse von Geriatrie und sozialer Gerontologie auf die Lebenspraxis älterer Menschen. Sie ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Lernen im Alter befasst und kann daher auch als Pädagogik des alternden und alten Menschen bezeichnet werden. 

Der heute viel zitierte gesellschaftliche Wandel erfordert lebenslanges Lernen, damit individuelle und soziale Entwicklungen bewältigt und neue Informationen verarbeitet werden können. Der klassische dreiteilige Lebenslauf (Ausbildung – Erwerbstätigkeit – Ruhestand) ist mittlerweile erweitert um das sogenannte „vierte Lebensalter“. Es gilt also, den gewonnenen Lebensjahren Inhalte zu geben – schließlich entscheidet Bildung im Alter über Inklusion in die oder Exklusion aus der Gesellschaft…

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