Lichtenberger® Stimmtherapie - Modul 2: Kehlkopf

Termin
27. bis 28. Mai 2022
Zeiten
1. Tag, FR, von 10:00 bis 17:30
2. Tag, SA, von 10:00 bis 17:30

Ort
JUFA Hotel Wien City
Mautner-Markhof-Gasse 50
1110
Wien
Unterrichtseinheiten
17 Unterrichtseinheiten
Fortbildungspunkte
17 Fortbildungspunkte
Seminarorganisation
Kompetenzzentrum BiWiFo
Zielgruppe
Logopäd_innen
Kosten
430,-- Euro für Mitglieder eines dem MTD-Dachverband angehörigen Berufsverbandes
630,-- Euro für Nicht-Mitglieder
Teilnehmerzahl
max. 16 Personen
Anmeldeschluss
Voraussetzungen
keine
Weitere Informationen

Die Teilnehmer*innen benötigen für das Seminar eine Gymnastikmatte oder Decke.

Inhalt

Die Stimmtherapie nach der Lichtenberger® Methode beruht auf der praktischen Umsetzung stimmphysiologischer Prinzipien. 

„Ein erweitertes Verständnis der Beziehung des sensorischen Nervensystems zum Klang führt zu einem neuen Ansatz in der Stimmpädagogik.“ (Rohmert)

Funktional orientierte Methoden in der Stimmtherapie entwickelten sich aus interdisziplinären, wissenschaftlichen Forschungen am Institut für Arbeitswissenschaften an der TH in Darmstadt in den 80er Jahren. Dieses Konzept hat sich mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung weiterentwickelt (u.a. n. Rohmert/Landzettel, n. Rabine, n. Heptner). Ursprünglich als gesangspädagogisches Konzept entwickelt wurde es u.a. von Sabine Gross-Jansen für die stimmtherapeutische Arbeit mit kranken Stimmen modifiziert. 

Die Fortbildungen orientieren sich schwerpunktmäßig an der Lichtenberger® Methode für angewandte Stimmphysiologie (nach Rohmert/Landzettel) und ihrer Übertragung auf die logopädische Stimmtherapie der Sprech- und Singstimme.

 

LICHTENBERGER® STIMMTHERAPIE

MODUL 2: KEHLKOPF


Der Kehlkopf besitzt primär eine Schutzfunktion und sekundär die Fähigkeit zur Stimmgebung, doch damit wird man seinem Wesen noch lange nicht gerecht. Er erhält seine Innervation ausschließlich durch den Nervus Vagus, den Hauptakteur des parasympathischen Nervensystems; der Klang, den er produziert, reichert ihn gleichzeitig mit Energie an. So ist er bei optimaler Funktion nahezu unermüdbar. Bereits die alte italienische Gesangskunst des Belcanto mit dem zentralen Begriff des „Inhalare la voce" wusste um die Zusammenhänge von Unterdruckfunktion, Bernoullieffekt und parasympathischer Versorgung. Bei allen stimmtherapeutischen Interventionen bildet das Wissen um die Physiologie des Kehlkopfs die Basis. 
Im zweiten Modul stehen der Kehlkopf mit seiner Funktion sowie die therapeutischen Konsequenzen, die sich in der Stimmtherapie daraus ableiten lassen, im Mittelpunkt der Betrachtung.

Inhalte und Ziele:

  • Vertiefung der stimmphysiologischen Prinzipien in Theorie und Praxis: Evolution des Kehlkopfs mit Über- und Unterdrucksystem, Kehlkopfphysiologie, antagonistisches und synergistisches Muskelsystem des Larynx, Ventilmensurierung der Glottis, vegetatives Nervensystem, Organisches Lernen, funktionaler Zusammenhang zwischen Händen, Zunge, Diaphragmenkette & Larynx und Glottis als Atemventil
  • Kennenlernen von sensomotorischen, auditiven und mentalen Stimuli zur Regulierung der Stimmfunktion
  • Erfahrungen mit der eigenen Stimme, der sensorischen Wahrnehmung und dem funktionalen Hören in Gruppen- und Einzelübungen
Demenzstudien Demenzstudien
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